Landausflüge in Marseille

Landausflüge in Marseille

Gasse in der Altstadt

Landausflüge in Marseille ermöglichen einen Besuch der zweitgrößten Stadt Frankreichs oder einen Abstecher in die zauberhafte Provence. Marseille ist das Tor zur Provence und ein beliebtes Ziel von Mittelmeer Kreuzfahrten. Früher war Marseille eine verrufene Hafenstadt. Schmutzig, kriminell und mit tödlichen Bandenkriegen. Das Bild ist noch heute weit verbreitet. Doch weit gefehlt. Heute präsentiert sich die Hafenstadt am Mittelmeer dem Besucher aufgeräumt und freundlich. Der rechteckige Vieux Port – der alte Hafen – wurde umgebaut und strahlt im Sonnenlicht. An der Stirnseite, wo bis vor kurzem noch eine vierspurige Straße war, schlängeln sich die Autos heute auf zwei schmalen Fahrbahnen. Der Rest gehört den Fußgängern. Lediglich der morgendliche Fischmarkt durfte bleiben. Auch das alte Panier-Viertel, ein Labyrinth von Gassen, Treppen und bunten Häusern, erstrahlt in neuem Glanz. Die „Marseillaise“, die heutige französische Nationalhymne, wurde das erste Mal von 500 Revolutionären aus Marseille gesungen, die man 1792 nach Paris geschickt hatte. Weitere Informationen für die Planung Ihrer Landausflüge in Marseille finden Sie auf der Webseite Marseille Turisme. Die Touristeninformation hat ihr Büro wenige Meter vom Vieux Port entfernt in der Rue la Canebière Nr. 11.

Marseille auf eigene Faust

Es gibt in Marseille zwei mögliche Häfen für Kreuzfahrtschiffe. Kleine Kreuzfahrtenschiffe mit einer Länge von unter 200 Metern laufen Port de la Joliette in der Nähe des Stadtzentrums an. Die große Mehrheit aller Kreuzfahrtschiffe macht an der Môle Léon Gourret circa 8 Kilometer westlich von Marseille fest. An den Kais können mehrere große Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig festmachen. Hier gibt es moderne Kreuzfahrtterminals mit allem Komfort. Zu den Dienstleistungen gehören Imbissstand, Provenzalischer Markt, Fremdenverkehrsbüro, Geldautomaten und sechzig Check-in-Schalter.

Môle Léon Gourret Marseille

Môle Léon Gourret Marseille

Transfer nach Marseille

Es gibt in der Regel einen kostenlosen Shuttlebus. Der rote Punkt hinter dem Kreisverkehr markiert die Haltestelle. Der Bus fährt bis Joilette Centre Ville und verlässt dabei das Hafengelände nicht! Die Endstation ist in der Nähe der Mall Le Terrasses du Port und der Metrostation Joilette. Von hier ist die Kathedrale nur etwas 500 Meter entfernt. Bis zum Vieux Port läuft man ca. eine halbe Stunde.

Alternativ (falls der oben genannte Bus nicht fährt) kann man zu Fuß zum Hafenausgang laufen und von dort mit einem öffentlichen Bus nach Marseille fahren. Bus Nr. 35 fährt von der Haltestelle “Littoral Gourret” bis zur Endstation Place de la Joliette (Nähe Kathedrale). Der Hafenausgang und die Haltestelle sind ebenfalls auf der Karte markiert. Die Fahrt dauert ca. 15 Minuten und es gibt drei bis vier Verbindungen pro Stunde. Fährpläne und weitere Informationen finden Sie bei der regionalen Verkehrsgesellschaft RTM. An der Place de la Joliette können Sie die Metro nehmen. Der Alte Hafen (Vieux Port) und somit die Altstadt sind aber nicht weit entfernt und können auch zu Fuß erreicht werden.

Wem das alles zu lästig ist, kann auch den Shuttlebus des Kreuzfahrtschiffes nehmen. Für zehn bis fünfzehn Euro pro Person fahren die Reedereien ihre Gäste bis zum Vieux Port im Zentrum von Marseille. Noch individueller und womöglich schneller ist ein Taxi. Wir haben gehört, dass für eine Strecke ca. 25 Euro verlangt werden. Sprechen Sie mit den Fahrern und klären die Preisfrage vor der Abfahrt.

Fortbewegen in Marseille

In Marseille kann man sich gut zu Fuß fortbewegen. Dieser Stadtplan beinhaltet drei Routenvorschläge.

Wer nicht gerne viel läuft oder nicht so gut zu Fuß ist, wird sich vielleicht für eine Stadtrundfahrt interessieren. Eine kleine Touristenbahn Petit Train Touristique fährt alle 30 Minuten vom Quai des Belges (am Kopfende des Vieux Port) durch die Stadt. Ein günstiger und bequemer Weg, sich einen Überblick zu verschaffen. Eine ebenfalls beliebte Alternative sind die Stadtrundfahrten der Marseille l’Open Tour. Die Busse fahren alle wichtigen Sehenswürdigkeiten an. Sie können überall aussteigen und mit einem der nächsten Busse weiterfahren. Am Quai des Belges starten die Boote des If Frioul Express zum Chateau d’If und zu den Frioul Inseln.

Die Metro ist auch in Marseille ein schnelles und zuverlässiges Verkehrsmittel. Es gibt derzeit zwei Linien und 28 Stationen. Die Haltestellen Joilette (nach einem Bustransfer) und Vieux Port (Hotel de Ville) sind für Kreuzfahrer besonders interessant. Konkrete Informationen über Routen und Tickets gibt es bei der regionalen Verkehrsgesellschaft RTM (rtm.fr). Einen Link finden Sie weiter oben.

Blick über Marseille und Vieux Port

Blick über Marseille und Vieux Port

Mit Bus und Bahn ins Umland

Viele Orte in der Provence kann man mit dem Zug oder mit Bussen vom Busbahnhof der Stadt aus erreichen. Ein beliebtes Ausflugziel ist z. B. die gut 30 Kilometer entfernte Stadt Aix-en-Provence. Am Vieux Port kann man die Metro M1 Richtung „La Rose“ nehmen. Nur 2 Stationen später ist man am Hauptbahnhof (Saint Charles). Direkt daneben befindet sich der Busbahnhof Gare Routiere. Die Busse sind leicht zu finden. Das Ticket kann beim Fahrer bezahlt werden. Die Fahrzeit nach Aix-en-Provence beträgt gut 30 Minuten. Man kann natürlich auch mit dem Zug fahren. Bis zum Bahnhof Avignon TGV fährt man auch nur eine halbe Stunde. Infos gibt es auf der Webseite der französische Bahn SNCF (sncf.com). Von dem modernen TGV-Bahnhof kann man einen Shuttle ins Zentrum von Avignon nehmen. Dieser fährt zum Gare D’Avignon Centre. Dann ist man Mitten in der Stadt.

Landausflüge in Marseille buchen

Das Angebot an organisierten Landausflügen von MSC Kreuzfahrten fügen wir beispielhaft bei. Alle Reedereien haben ein relativ ähnliches Angebot. Sorgfältig ausgewählte Landausflüge und Aktivitäten lokaler Ausflugsveranstalter finden Sie bei Viator oder Kreuzfahrtausflüge.de.

Sehenswürdigkeiten in Marseille

Die zweitgrößte Stadt Frankreichs ist ein schönes Ziel für Landausflüge. Zum Programm der meisten Landausflügler gehören sowohl ein Bummel entlang den Kais am Alten Hafen (Vieux Port) als auch der Spaziergang entlang der alten Prachtstraße Le Canebière und der Blick hoch oben von der Kirche Notre-Dame-de-la-Garde auf das Straßengewirr. Danach sollte man ein Glas des hier erfundenen Pastis probieren, bevor die Entdeckungstour entlang der Küstenstraße Corniche mit vielen kleinen Buchten und Badestränden geht. Der konservative Oberbürgermeister Jean-Claude Gaudin hat in den vergangenen Jahren die Infrastruktur verbessert und mit der Einweihung der Straßenbahn im Jahre 2007 neue Wege durch die Stadt geschaffen.

Vieux-Port

Vieux-Port

Vieux Port und Le Panier

Der Vieux Port war viele Jahrhunderte der Hafen und das wirtschaftliche Zentrum der Stadt. Heute liegen im Hafenbecken Fischerboote und immer mehr Jachten. 2013 wurde der Bereich rund um die alten Hafen gründlich modernisiert. Heute der Vieux Port das kulturelle Herz der Stadt. Wer möchte, kann sich in eines der zahlreichen Restaurants setzen und eine Bouillabaisse kosten. Mit einer Fähre kann man das Hafenbecken überqueren. Los geht es vor dem alten Rathaus am Quai du Port.

Hinter dem Rathaus befindet sich die Altstadt „Le Panier“ von Marseille mit ihren engen Gassen. Auch hier wurde in den vergangenen Jahren viel renoviert. Sehenswert in diesem Teil der Stadt sind die Kathedrale von Marseille (Cathédrale de la Major) und das ehemalige Armenhospiz La Vieille Charité aus dem 17. Jahrhundert. Es dient heute als Museums- und Kulturzentrum. Es gibt unter anderem ein Museum für Mittelmeerarchäologie.

MuCEM und J4

Marseille war Kulturhauptstadt 2013. Als Hauptattraktion wurden die spektakulären Bauten der beiden neuen Museen auf dem ehemaligen Pier J4 geplant. Wie ein riesiger Würfel liegt das von Rudy Ricciotti konzipierte Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeerraums, MuCEM, am Eingang des Vieux Port. Dagegen wirkt der benachbarte hakenförmige Bau der Villa Mediterranee mit seinem frei schwebenden Vordach deutlich bulliger. Gegenüber bietet das Museum „Regards de Provence“ in der ehemaligen Quarantänestation interessante Einblicke in die Geschichte der Einwanderung. Die neuen Museen schaffen eine Verbindung zwischen dem Alten Hafen und den verwaisten Dockanlagen von La Joliette. Und sie integrieren die bisher verloren zwischen Schnellstraße und Hafen stehende, monumentale Cathedrale de la Major de Marseille. Die Umgestaltung der Docks mit ihren riesigen Lagerhallen ist Teil von Euroméditerranée, dem größten urbanen Sanierungsprojekt Europas, bei dem auf 480 Hektar Fläche Bürohäuser, Wohnquartiere und Kultureinrichtungen entstehen.

Petite Train Touristique an der Notre Dame de la Garde

Petite Train Touristique an der Notre Dame de la Garde

La Canebière

Die berühmte Flaniermeile der Stadt mit ihren herrschaftlichen Häusern und eleganten Palais beginnt am Kopfende des Vieux Port. Auch heute noch reihen sich zahlreiche Cafés, Grandhotels und Geschäfte entlang der großen Marseiller Verkehrsader. Doch nur ein paar Meter abseits, am Marché des Capucins, betritt man eine andere Welt. Auf dem Gemüsemarkt preisen arabische und afrikanische Händler ihre Waren an.

Notre Dame de la Garde

Die Basilika Notre-Dame de la Garde liegt auf 154 Meter hohen Kalkfelsen. Man sieht die Basilika bereits vom 8 Kilometer entfernten Kreuzfahrtschiff. Von hier oben hat man einen fantastischen Blick auf die Marseille, den Vieux Port und die umliegenden Berge.

Chateau d’lf

Etwa stündlich fahren Motorboote vom Quai des Belges zu dieser Kalksteininsel und seiner Festung. Hier wird der Graf von Monte Christo lebendig, dessen Geschichte Alexandre Dumas hierher verlegt hat. Wer den gruseligen Kerker gesehen hat, kann das Schicksal des Edmond Dantès nachvollziehen. Wer möchte kann mit einer Fähre weiterfahren zu den vier Inseln des Frioul-Archipels. Diese dienten in früheren Jahrhunderten als Quarantänestation.

Cathedrale de la Major

Cathedrale de la Major

La Corniche

Am der wunderschönen Küstenstraße Corniche (Corniche du Président John F. Kennedy) befindet sich das Château Borély aus dem 17. Jahrhundert mit seinem bezaubernden botanischen Garten. Hinter den schönen Stränden der Corniche erblickt man die Cité Radieuse, ein Wohnhochhaus, das von Le Corbusier zwischen 1947 und 1952 als kleine, autarke Stadt konzipiert wurde. Der Wohnblock steht auf 17 Betonstelzenpaaren, mit acht Doppelstockwerken und 337 Wohnungen, mit Läden und Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergarten, Schule, Bar, Kino und Theater. Die genaue Adresse ist Boulevard Michelet 280.

Les Calanques

Zwischen Marseille und Cassis erstreckt sich der Nationalpark Calanques und lädt zu Wanderungen mit Badestopp ein. Die zerklüfteten weißen Kalksteinformation und fjordähnlichen Buchten mit dem blausten Wasser des ganzen Mittelmeers sind ein Naturparadies vor den Toren der Metropole Marseille. Vom Vieux Port in Marseille starten Ausflugsboote zu Mini-Kreuzfahrten durch die Calanques. Anbieter sind zum Beispiel Icard Maritimes (visite-des-calanques.com/en/) oder Marseille Croisiere Calanques (croisieres-marseille-calanques.com). Vom 1. Juni bis 30. September gelten wegen der Brandgefahr strenge Zugangsregelungen.

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