Landausflüge in Tunis

Landausflüge in TunisTunis liegt an einer ganz flachen Lagune, die El Bahira („Kleines Meer”) genannt und durch zwei Landzungen vom Golf von Tunis getrennt wird. Auf der nördlichen dieser Halbinseln befindet sich La Goulette, der Hafen der Stadt. Hier kommen Sie auf Ihrer Mittelmeer Kreuzfahrt an.

Wie alle ehemals von europäischen Kolonialmächten beherrschten und ausgebauten nordafrikanischen Städte zerfällt auch Tunis in eine weiträumige moderne Neustadt und eine enge, winklige Altstadt, die Medina, deren älteste Baudenkmäler bis in die früh-arabische Zeit zurückreichen. Aus den vorarabischen Perioden der Stadtgeschichte, die etwa gleichzeitig mit der Karthagos beginnt, sind keine Reste erhalten. Hier finden Sie Tipps für Ihre Landausflüge in Tunis. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Fremdenverkehrsamtes von Tunesien.

Hafen und Transport

Costa Pacifica in La Goulette

Costa Pacifica in La Goulette

Ihr Kreuzfahrtschiff kommt in La Goulette an. In dem geschäftigen Containerhafen wurde ein neues Terminal für Kreuzfahrtschiffe mit einem Basar (La Goulette Village Harbour) errichtet. Die Hauptstadt Tunesiens ist ca. 15 Kilometer entfernt.

Im La Goulette Village Harbour gibt es zahlreiche Geschäfte und Restaurants mit einem free WiFi hot spot. Vor dem Hafen warten mehr als 350 Taxen. Die Fahrer werben intensiv um die Gäste. Manche sprechen sogar deutsch. Man kann ein Taxi für eine bestimmte Strecke oder für Rundfahrten buchen. Taxen sind wohl die beste Wahl in Tunis. Wie immer sollte man sich vorab über den Fahrpreis einigen. Es lohnt sich in der Regel auch immer, nicht gleich das erste Taxi zu nehmen. Wenn man erst ein Stück läuft, wird es meistens noch mal günstiger.

Alternativ gibt es auch eine gute Zugverbindung nach Tunis und Sidi Bou Said. Der nächstgelegene Bahnhof Le Brac ist nur wenige Meter vom Hafen entfernt. Leider kann man die Fahrkarten für den TGM (Tunis–La Goulette–La Marsa) nur in Landeswährung kaufen. Man muss also im Terminal etwas Geld tauschen. Dann ist es recht einfach, denn es gibt nur eine Route. Entweder man fährt in Richtung La Marsa Plage (z.B. nach Sidi Bou Said) oder in Richtung Tunis. Von der Endstation in Tunis (Tunis Marine) kann man zur Medina laufen. Einfach der Avenue Habib Bourguiba (einer der wichtigsten Boulevards in Tunis) und der Avenue de la France bis zum Hafentor (Bab el Bhar) folgen. Der Weg ist ausgeschildert.

Sorgfältig ausgewählte Landausflüge und Aktivitäten lokaler Ausflugsveranstalter finden Sie bei Kreuzfahrtausflüge.de.

Sehenswürdigkeiten in Tunis

Ez-Zitouna-Moschee

Ez-Zitouna-Moschee

Die Medina (1500 m lang, 800 m breit) ist ein Gewirr von Souks (Handwerker- und Ladenstraßen). In ihrer Mitte steht die Djemaa ez-Zitouna, die 732 gegründete Moschee des Olivenbaums. Der heutige Bau, in den antike und byzantinische Säulen aus Karthago eingebaut wurden, stammt aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Weiter nördlich stehen am Rande der Medina das Dar el-Bey, die um 1800 erbaute Residenz des Beys und die Mosquee de la Kasba (1231 bis 1235), deren Minarett mit seinen Ornamenten an die Giralda von Sevilla erinnert.

5 km nordwestlich des Stadtzentrums befindet sich die größte Sehenswürdigkeit im Stadtgebiet von Tunis: der Bardo. Von der ehemaligen Winterresidenz des Beys, die fast eine Residenzstadt war, stehen heute nur noch wenige Bauten, darunter der Palast des Beys (1782) und der Haremspalast. Einen Teil dieses Palastes nimmt das Bardomuseum ein. Hier sind seit 1888 die Funde aus den vielen tunesischen Ruinenstädten zusammengetragen worden, so dass sich vor einer Fahrt zu diesen Stätten ein Besuch des Museums empfiehlt.

Karthago

Karthago

Entweder über den Lagunendamm und La Goulette oder, nach einem Besuch von Bardo, über die am Nordufer der Lagune vorbeiführende Straße erreicht man Karthago. Die Stadt wurde 814 v. Chr. (das Datum ist eher legendär als historisch) von kleinasiatischen Phönikern gegründet und entwickelte sich zur blühenden Hauptstadt des Karthagischen Reiches. Dieses Reich geriet im 3. Jahrhundert v. Chr. in Auseinandersetzungen mit dem Römischen Reich. Das Karthagische Reich wurde vernichtet und die Stadt Karthago buchstäblich dem Erdboden gleichgemacht. An der Stelle des phönikischen (punischen) Karthago entstand um Christi Geburt das römische Karthago, das bald hinsichtlich der wirtschaftlichen und religiösen (Frühchristentum) Bedeutung mit dem ägyptischen Alexandria wetteiferte. Nach den Römern herrschten in Karthago die Vandalen und Byzantiner. 698 vernichteten die Araber die Stadt noch gründlicher, als es die Römer 146 v. Chr. getan hatten. Infolge dieser Zerstörungen fällt es dem heutigen Besucher schwer, sich ein richtiges Bild von der einstigen Stadt zu machen. Es ist ratsam, mit der Besichtigung auf dem einstigen Burghügel Byrsa (63 m) zu beginnen. Man gewinnt von dort aus einen ziemlich guten Überblick über das Ruinengelände, das heute zum Teil vom dritten Karthago, einem hübschen Villenvorort von Tunis, überbaut ist.

Sidi Bou Said

Sidi Bou Said

Nordwestlich von Karthago liegt das reizende Dörfchen Sidi Bou Said. Sidi Bou Said ist das meistbesuchte Dorf Tunesiens und Treffpunkt der Schickeria aus dem nahen Tunis. Schon die Expressionisten Paul Klee und August Macke fühlten sich 1914 von dem Ort auf einem Hügel magisch angezogen und beschrieben ihn als die „Leibhaftigkeit des Märchens”. Bis heute hat das orientalische Märchen in Blau und Weiß nichts von seinem Zauber verloren Dass Sidi Bou Said seine Schönheit bewahrt hat, liegt vor allem daran, dass vor genau 100 Jahren der französische Bankierssohn Baron Rodolphe d’Erlanger in das Küstenstädtchen kam. Auf seine Anregung hin wurde der gesamte Ort unter Denkmalschutz gestellt. Die strengen Bauvorschriften gelten noch heute. Häuser müssen in der typisch kubischen Form errichtet werden, Türen und Fenster sind blau zu streichen. Der Grund für die Farbkombination soll übrigens die Tatsache sein, dass Weiß die Hitze des Sommers reflektiert und Blau auf Insekten wie ein rotes Tuch wirkt und die Plagegeister auf Distanz hält.

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